Regierung verspricht erneut kurzfristige Corona-Hilfe

Ab dem 2. November müssen viele Unternehmer ihre Betriebe erneut schließen. Betroffen sind vor allem Gastronomie, Unterhaltungsbranche und Dienstleistungsbetriebe. Diese Maßnahmen sollen zunächst für vier Wochen befristet sein. Viele der betroffenen Unternehmer, Selbstständigen, Vereine und Einrichtungen sind infolge der Maßnahmen zur Kontaktbeschränkung im Frühjahr jedoch wirtschaftlich noch geschwächt. Ihnen hat die Bundesregierung erweiterte Hilfsangebote zugesagt: Insgesamt 10 Mrd. € werden als außerordentliche Wirtschaftshilfe bereitgestellt. 

Wer kann einen Antrag auf Corona-Hilfe stellen?

Wem aufgrund der staatlichen Anordnung das Geschäft untersagt ist bzw. zum 2. November untersagt wird, kann einen Antrag auf Corona-Hilfe stellen. Diese wird als einmalige Kostenpauschale ausbezahlt. Verfahren und Berechnung sollen einfach und unbürokratisch ablaufen. Bei der Berechnung der Antragshöhe ist als Bezugspunkt der durchschnittliche wöchentliche Umsatz im November 2019 anzusetzen. Erstattet werden 75 % des entsprechenden Umsatzes für Unternehmen bis 50 Mitarbeiter, wobei die Fixkosten pauschaliert werden. 

Für große Unternehmen gibt es Obergrenzen. Die Corona-Hilfe wird mit bereits erhaltenen staatlichen Leistungen für den Zeitraum, wie z.B. Kurzarbeitergeld oder Überbrückungshilfe, oder mit eventuell späteren Leistungen aus der Überbrückungshilfe verrechnet.

Für junge, sprich nach November 2019 gegründete, Unternehmen gilt, dass ein Vergleich mit den Umsätzen von Oktober 2020 zur Berechnung der Antragshöhe herangezogen wird. 

Soloselbstständige können von ihrem Wahlrecht Gebrauch machen und auch den durchschnittlichen Vorjahresumsatz 2019 zugrunde legen.

Die Anträge können Sie über die IT-Plattform der Überbrückungshilfe stellen. 

Welche Alternativen gibt es?

Der KfW-Schnellkredit hat sich als wichtige Stütze für den deutschen Mittelstand in der Corona-Krise bewährt. Er soll nun ergänzend auch für Soloselbständige und Unternehmen mit bis zu zehn Beschäftigten zur Verfügung stehen.

Über Ihre Hausbank können Sie diese KfW-Schnellkredite mit einer Höhe von bis zu 300.000 € beantragen – abhängig vom 2019 erzielten Umsatz. 

Überbrückungshilfen werden verlängert

Es wird eine Verlängerung der bisherigen Überbrückungshilfen um die Überbrückungshilfe III geben (Zeitraum Januar bis Juni 2021). Gleichzeitig sollen die Konditionen verbessert werden. Die Details gibt die Regierung in Kürze bekannt. 

Die Experten der dhpg stehen Ihnen zur Seite

Sollten Sie Fragen zur Corona-Hilfe, der Beantragung eines KfW-Kredits oder der Überbrückungshilfe haben, sprechen Sie uns gerne an. Wir beraten Sie persönlich. 

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